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In vielen Wanderbüchern die ich in der Vorbereitung auf unseren Urlaub uns Analusien gelesen habe, ist der Rio Chillar als der wichtigste, ganzjährig wasserführende Fluss in der Sierra de Almijara beschrieben. Nun, ich zweifle überhaupt nicht daran dass dies auch der Fall ist, nur haben wir bei unserem Besuch überhaupt kein Wasser an der Oberfläche der teils faszinierenden, atemberaubenden Schlucht gesehen. Aber alles mal der Reihe nach. Ausgangspunkt dieser doch sehr schönen, aber trockenen Tour ist Frigiliana.
Frigiliana
Rio Chillar
Obwohl der Weg im DUMONT Wanderführer ganz gut beschrieben ist, ist er Anfangs nicht so einfach zu finden. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten sind wir doch am richtigen Weg angelangt und wir kommen zu einem schmalen, aber gut erkennbaren Bergpfad.
In ca. 20 Min. sind wir bei einem Wasserspeicher, dem Pozo Batán angelangt. Er ist schon älteren Baujahres und geht auf die Zeit der Araber zurück die ihn zur Bewässerung der Felder unterhalb des Ortes anlegten. Er ist noch immer in Betrieb.
Nachdem wir das ausgetrocknete Bachbett überquert haben, führt ein mit Steinmännchen markierter Weg zum 415m hohen La Presa.
Der Weg ist einfach und abwechslungsreich. Langsam aber sicher der Passhöhe nähernd, genießen wir die schöne Aussicht auf die wilde Berglandschaft der Sierra de Almijara. Vor uns liegt das Tal des Rio Chillar. In weiter Ferne können wir Nerja und das Meer sehen.
Am 501m hohen Cruz de Félix sind wir zugleich am höchsten Punkt unserer heutigen Tour. Hier genießen wir erst mal den Ausblick.
Ein Kuriosum... zwischen dem Fußballplatz und den Tribünen verläuft eine kleine Strasse durch. Naja. Nochmals Frigiliana welches  hoch über der Schlucht vom Rio Chillar liegt. Frigiliana erhielt mehrfach die Auszeichnung „Schönstes Dorf von Andalusien“.
Nach gut einer Stunde durch trockene Gräser, Avocados-Plantagen auf dem Cruz de Pinto.
Seinen Namen verdankt der Gipfel dem Kreuz, das ein Kapitän namens Pinto hier aufstellte, nachdem er einen Schiffbruch an der Küste von Nerja überlebt hatte. Von hier aus gibt es einen großartigen Ausblick auf das vor uns liegende Mittelmeer. 
Genauso schön ist natürlich auch die Aussicht in große Teile der Sierra de Almijara mit den Gipfeln des Lucero des Cisne und Navachica.
Nachdem wir den Ausblick genossen haben gehen wir weiter in Richtung Süden, wo es nun bergab geht. Etwas unangenehm, schottrig, führt ein kleiner Pfad entlang von vielen Palmolitos teils sehr steil zum ausgetrockneten Bachbett in die Los Cahorros.
In feuchten Jahreszeiten soll es hier kniehohes Wassergeben. Hm, ja, also jetzt sieht es sehr, sehr trocken aus. 
Irgendwie erinnert uns das alles sehr an Zypern, an die Avakas-Schlucht. Nur war es dort noch bedeutend heisser als hier.
Kurz vor dem Ausgangspunkt sehen wir noch diesen jungen Steinbock, bevor wir zwischen Avocados und Orangen wieder in Frigiliana angekommen sind. Schön war diese Runde, auch wenn es kein “hoher Berg” war. Kurzweilige 12km waren das.
Zischen den Felsen durch, über Stiegen hinauf, macht Spaß hier. Un 150m hoch über uns - Frigiliana.
Das weiße Bergdorf Frigiliana liegt in Andalusien im Bezirk Axarquía der Provinz Málaga in Spanien. Das Dorf ist etwa 65 km östlich von Málaga, rund 7 Kilometer von Nerja entfernt und hat 3066 Einwohner. In den typisch engen und mit Blumen und Verzierungen geschmückten Gassen und weißen Häuser sind die Bewohner per Gemeindegesetz verpflichtet, ihre Häuser regelmäßig zu kalken. 
Andalusien
1: andalusien frigiliana 2018