Steiermark
Über Stock und Stein von Frein am Geisterstein
Nach längerer Zeit war ich heute wieder einmal in Frein. Von hier aus kann man einige Touren unternehmen. Auf die Wildalpe, den Roß-, oder Spielkogel oder so wie ich heute die Proles-, und Königskogeln, sowie den Geisterstein. Zu Beginn der Tour habe ich leichte Probleme auf die gewünschte Forststrasse zu kommen. Ich will einen Abschneider gehen, das ist aber Mühsamer als gedacht.
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Eine schwache Stunde führt mein Weg dann auf der Forststrasse Kurve um Kurve den Berg empor. Hier treffe ich auch auf die einzigen Wanderer am heutigen Tag. Sie haben es nicht leicht. Plan-, jedoch nicht Ziellos wollen sie auf die Proles gehen. Meinen Tipp mit mir diesen verwachsenen Hang gemeinsam aufzusteigen lehnen sie dankenswerter weise ab. Sie wollen sich nicht anstrengen.
Entlang der senkrecht abfallenden Proleswände gehe ich zu meinem ersten Ziel für heute - die Große Proles auf 1.565m
Schade dass das Wetter heute nicht so optimal ist. Immer wieder ziehen dunkle Wolken auf, der eine oder andere Regentropfen war unvermeidlich. Trotzdem ist diese Tour sehr schön. Man geht fast immer am Kamm entlang und hat somit immer schöne Aussicht.
Am Großen Proles gibt es gleich zwei Kreuze. Das freut mich, denn... 
...am Kleinen Proles, der 14m höher als der Große Proles ist, gibt es leider keines. Immer wieder begegne ich netten Weggefährten....
Links noch ein Blick zurück zum Großen Proles mit seinen steil abfallenden Wänden. Rechts sehe ich schon weitere Ziele zu denen ich heute noch kommen werde - die Königskogeln, dahinter die Veitsch und den Wildkamm. Auch die sind mal eine Tour wert.
Vor sieben Jahren war ich einmal im Winter mit meinem Bergfreund Manfred hier. Schon damals war der Abstieg von der kleinen Proles sehr problematisch. Nun, im Sommer ist es zwar wesentlich einfacher, dennoch bin ich froh dass das Gras trocken ist. Über saftige Kuhweiden geht es dann über den Krautgarten weiter in Richtung Föllbaumkogel.
Hier ein Blick zur Tonion, im Vordergrund Geisterstein und Fallenstein.
Mein nächster Gipfel für heute ist aber einmal der Föllbaumkogel. Leicht zu erklimmen. Steil bergan geht es trotzdem. Noch einmal ein Blick zurück zu den beiden Proleskogeln, rechts im Bild der kleine Königskogel. 
Am Föllbaumkogel gibt es leider auch kein Kreuz. Wie auf der ganzen Tour ist aber auch von der hier der Ausblick fantastisch. Diese Wanderung strahlt viel Ruhe aus. Alles sieht so friedlich, saftig und unberührt aus. Keine Menschen, stille, einfach schön hier.
Der Weg führt weiter zum kleinen Königskogel. Hier steht wieder - ein schon von weitem sichtbares - Gipfelkreuz. Auf 1.552m.
Wie man auf den Fotos gut erkennen kann - Licht und Schatten, Sonne und dunkle Regenwolken wechseln im Minutentakt. Gerade das macht aber hier die Stimmung so besonders. Ein paar Tropfen machen nichts aus. Schnell bin ich wieder trocken. Links nochmals ein Blick zurück zu den Proleskogeln, Föllbaumkogel und rechts zum Geisterstein, Fallenstein, davor die Königsalm.
Zwischen den Proleskogeln der Göller. Rechts noch einmal die mächtige Veitsch mit dem Wildkamm.
Der Kleine Königskogel, 1.552m, ist nur anstandshalber erwähnt. Er hat einen kleinen Steinhaufen als Gipfelzeichen aufzuweisen. Der Blick zum großen Königskogel ist da schon viel schöner. Rechts die Königsalm, an der ich aber nur vorbei gehe. 
Der Weg zur Dürrrieglalm führt mich kurz über Forststrassen. Ein Radler zischt da so richtig runter. Meine Frage nach einen Weg auf den Geisterstein hat in der Hütte Verwunderung hervorgerufen. Von “wo ist denn der?” - bis “auf gar keinen Fall” war alles dabei.
Dieser kleine Waldhügel mit 130Hm ist er - der Geisterstein. Weg gab es da wahrlich keinen. Umgestürzte Bäume, steiles Gelände und jede menge lockeres Gestein machten den Aufstieg gar nicht so einfach. Umso mehr freute ich mich, dass ich oben war.
Mein siebenter und letzter Gipfel für heute war der Fallenstein. Auch hier gab es ein Gipfelkreuz und ich genoss den schönen Tag.
Ein Blick zurück zu den Königskogeln und davor der Geisterstein. Danach war Steigsuchen angesagt. Der Abstieg in Brunntal war alles andere als leicht zu finden. Ein schmaler, aber sehr guter und schöner Steig führte mich zum Mariazellerweg, auf dem ich dann einen langen Weg nach Frein hatte. Eine wunderbare Tour mir 23km Länge und 1.200Hm ging zu Ende. Schön war`s.
1: geisterstein