Einmal, zweimal... nein, dreimal sind wir die Strecke von Honningsvag zum Nordkap gefahren.Und jedesmal... ein Traum. Wir hatten das perfekte Wetter auf 71° 10′ 21″ und wenn man es geschickt plant, den Autobussen der Hurtigruten ausweicht, steht man fast ganz alleine am 307m hohen Plateau neben dem Globus. Hier ein paar der schönsten Momente vom angeblich nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes
Norwegenvon Bodö zum NordkapNordkap
Manchmal ist der Fotograf schneller als wir.
23:35 Uhr - die Sonner geht heute nicht mehr unter
Das eigentliche Nordkap ist geographisch gesehen gar nicht der nördlichste Punkt von Magerøya. Nur knapp vier Kilometer weiter westlich liegt die felsige Landzunge Knivskjelodden (71° 11′ N), die noch einmal etwa 1.500 Meter weiter ins Nordpolarmeer hineinragt, jedoch nur über eine ca. 17km lange Wanderung erreichbar ist. Das ist mit unserem Zeitplan leider nicht möglich.
Aber auch dieser oben angegebene Punkt ist NICHT der nördlichste Punkt des europäischen Festlandes. Ca. 70km Luftlinie von hier befindet sich nämlich das Kinnarodden auf der Halbinsel Nordkinnhalvoya. Er liegt auf 71° 08' 01" Und genau dieses Wort “Halbinsel” ist der Unterschied. Mageroya ist nämlich eine Insel die durch einen 6,8km langen und bis zu 212m unterhalb des Meeres durchführenden Tunnel mit dem Festland verbunden ist. Geographisch gesehen ist das Nordkap somit weder der nördlichste Punkt des Festlandes noch der nördlichste Punkt Europas. Es ist lediglich der berühmteste und am besten erschlossene Aussichtspunkt.Zumindest sehen wir von hier den wahren nördlichsten Punkt. Für diesen 25km unwegsamen Weg dorthin sollte man 2 Tage einplanen.
Der absolute nördlichste Punkt ist übrigens das Kap Fligely auf der russischen Inselgruppe Franz-Josef-Land (81° 50′ N)Den können wir von hier aber wirklich nicht sehen.
Beim ersten Besuch waren noch viele Wolken, das sollte sich aber bald ändern.