Heute bin ich mit der Wurzeralmbahn auf die Wurzeralm gefahren und von dieser über den Halssattel auf die Rote Wand gegangen. Gleich vorweg - NEIN, diese Tour muss man nicht gehen und NEIN, diese Tour sollte man auch keinesfalls nachgehen. Es gibt sicher viele schöne Möglichkeiten auf die Rote Wand zu gehen - diese war zwar auch schön, aber nur für Menschen die gerne mitten durch die Latschen gehen, die hoffen irgendwann wieder mal einen Weg zu finden und die auch manchmal umdrehen können. Das habe ich heute nämlich öfters müssen - wieder zurück und wieder eine neue Möglichkeit zu finden. Begonnen hat alles noch sehr einfach bei der Wurzeralm in Richtung Dümlerhütte/Stubwieswipfel.
              Oberösterreich
Wurzeralm - Rote Wand über den Halssattel
2026
Wie oft gibt es dieses Bild schon in meinen Berichten... Rote Wand, Warscheneck, Toter Mann, Ramesch.
Das Wetter ist heute sehr labil. Kurz scheint die Sonne, dann fallen wieder mehr oder weniger Regentropfen.
Durch den starken Regen der letzten Nacht ist es sehr rutschig. Man kann aber auch sagen die Luft ist sehr rein.
Ab dem Halssattel wird es spannend. Der Weg zum Mitterberg ist dabei noch relativ leicht zu finden. Hier ein Blick zum Stubwieswipfl. Ein wunderbarer Aussichtsberg, ca. 1,5 Stunden von der Wurzeralm entfernt.
Am Mitterberg auf 1.695m. Ab hier wird es wahrlich wildromantisch. Ja, irgendwo sollte hier ein Weg zur Roten Wand gehen und ja, ich finde ihn auch stellenweise. Meist sind es aber nur Wildspuren.
Fakt ist: Oben drüber, unten durch, mitten drin statt nur dabei. Der Kampf gegen die Latschen kann beginnen.
Hin und wieder sind Steinmännchen zu sehen... dann wieder längere Zeit keine, das heißt umdrehen bis zum letzten Steinmännchen und wieder neu orientieren. Irgendwo muss es ja weiter gehen. Also selten war ich so froh heute alleine zu sein. Diese Tour kann ich wahrlich niemanden zumuten. Es reicht schon wenn ich einigermaßen zerkratzt aussehe.
Endlich mal freie Sicht... na dann, schaut eh gut aus. Wo bin ich denn da hingeraten? Gleich vorweg, bis zu dem roten Punkt brauche ich über zwei Stunden. Das sind 600 Laufmeter und 100 Höhenmeter. 
ich erspare euch jetzt die vielen Latschen- bzw. karstigen Steine die ich am Weg zur Roten Wand antreffe. Ich bin selten so froh gewesen wieder auf einen normalen Wanderweg zu treffen. Bei der Roten Wand ist es dafür umso schöner.
Kein Mensch weit und breit. Das Wetter ist wohl nicht gut genug. Hier Warscheneck S/O-Grat im Hintergrund.
Noch ein Blick zum Angerkogel, usw. bevor es am Wanderweg hinunter geht. Rechts ein toller Blick zur Roten Wand.
Links Bosruck davor Wurzerkampl, Gscheidriedl und der Brunnsteiner See an dem ich bald vorbei ging.
Bei der Wurzeralm musste ich mich natürlich noch stärken, bevor ich mit der Bahn wieder talwärts fuhr. Das war heute eine sehr anstrengende Tour, die so sicher nicht geplant war. Die Tour war trotzdem nur 8km lang mit 680Hm. 
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