Heute bin ich von Vorderstoder/Schafferteich auf das Warscheneck gegangen. Eine 17km lange und 1.650Hm beschwerliche Tour
bei ungünstigen Bedingungen. Aber ich will hier gar nichts schlecht reden, denn so ein Tag wie heute hat auch jede Menge Vorteile.
Begonnen habe ich beim PP Schafferteich, wo nur zwei Autos standen. Da war schon Vorteil eins - es war jede Menge Platz.
Oberösterreich
Schallerkogel 1.845m
Warscheneck 2.388m
Lagelsberg 2.014m
2026
Ab ca. 1.200m Seehöhe habe ich den ersten Schneekontakt, der aber noch durchaus überschaubar ist.
Hier beim Aufstieg mache ich auch dieses schöne Bild zum Großen Priel und der Spitzmauer.
Gut gemacht, denn beim Rückweg konnte ich diese durch Regen und Schneeschauer nicht mehr sehen.
Tausche Schnee gegen Sicht. Bei der Zellerhütte, die ab heute bis 4.Dezember in den Herbstferien ist, ziehe ich dann meine Grödeln an.
Somit habe ich einen weiteren Vorteil - keine Hütteneinkehr bringt mehr Zeit für die noch lange Strecke bis zum Warscheneck.
Immerhin steht hier nur mehr 2,5 Stunden, das gibt ja mal neue Energie. Hier ein Blick zum Sengsengebirge und Tamberg.
in diesem Bereich des Aufstiegs kurz vor dem Schallerkogel hatte ich die besten Wetterverhältnisse. Rechts der “Kleine Priel”.
Genieße jeden Moment, es könnte der Letzte sein... zumindest auf den blauen Himmel und die Sonne traf dies hier heute zu 100% zu.
Unvergessliche Eindrücke hier am 1.845m hohen Schallerkogel. Der Vorteil? Diese blieben mir heute umso mehr in schöner Erinnerung.
Und jetzt noch die Gallerie von der Spitzmauer bis zum Kleinen Priel. Ein wunderschönes Panoramabild.
Ab hier änderte sich das Wetter schlagartig. Aus mit Sonne, Jacke an, Haube auf.. Mein Vorteil? Ich kam schneller voran,
es gab viel weniger zu sehen. Leider ist das auch auf den weiteren Fotos gut ersichtlich... Hier noch ein Blick zum Pyhrner Kampl.
Beim Aufstieg hatte ich noch den Vorteil - ich sah zumindest mein Ziel. Das war beim Abstieg nur mehr zeitweilig der Fall.
Wie schon erwähnt, man muss aus allem einfach das Beste daraus machen. Vorteile sind z.B. dass man weniger Fotos macht
und somit auch die Hände in den warmen Handschuhen bleiben können. Teilweise sind hier gut 30-40cm Schnee in den Rinnen.
Noch einen Vorteil hatte ich - vor mir sind zwei Damen unterwegs gewesen. Manchmal konnte ich sogar die Spuren erkennen,
meistens waren sie aber schon vom unangenehmen kalten Wind verweht. Der erste Schnee in diesem Winter, ach wie schön.
So flott war ich schon längere Zeit nicht. Das ist wohl der Vorteil, dass es so windig und kalt am Gipfel war.
Wobei hier im Gipfelbereich zumindest für ein paar Minuten die Sicht zum Toten Mann ganz akzeptabel gewesen ist.
Beim Abstieg kamen mir noch 4 Leute entgegen. In späterer Folge merkte ich, dass sie das Vorhaben Warscheneck abgebrochen haben.
Das Wetter wurde wahrlich von Minute zu Minute schlechter und auch ich war nach dem Abstecher zum Lagelsberg froh zumindest
wieder bei der geschlossenen Zellerhütte zu sein. Von dort der Abstieg zum Schafferteich war das Wetter dann zweitrangig.
Lagelsberg 2.014m
Wetterkapriolen. Schneetreiben, Regen, Nebel und kurz darauf sehe ich zur Hohen Nock.
Schneemaus